Januar 2019: Auf Scheiben schreiben…

Seit vielen Jahren schon gibt es für Einzelhandel, Gastronomie und wer auch immer sie braucht, Kreideschreiber in allen möglichen Breiten, die flüssige Kreide verschreiben.

Sie schreiben wunderbar auf glatten Oberflächen, auf rauem Untergrund ebenso, aber tut das natürlich den Spitzen der Schreiber nicht gut. Das Schöne an der Kreideschrift ist ihre Abwischbarkeit. Jeder glatte Untergrund verwandelt sich so in eine Zaubertafel, die mit einem Wisch wieder beschreibbar wird: das ideale Spielfeld für Übungen.

Fensterschrift mit Kreidemarker
Fensterschrift mit Kreidemarker

Ich werde jetzt schnell versuchen, dass ich die Schreiber noch bis zum 12. Februar bekomme, um sie im Handlettering-Kurs dabei zu haben.
Handlettering wird bei der VHS Arnsberg-Sundern zum ersten Mal dieses Frühjahr angeboten, außerdem gibt es aber noch meinen üblichen Kalligraphiekurs für Einsteiger (und Fortgeschrittene):
Handlettering am 12.Februar und Kalligraphie für Einsteiger am 12. März.

Wenn es klappt, habe ich die Kreidemarker dann bald auch im Shopangebot, es macht wirklich sehr viel Spaß, damit den Ausblick auf die Welt durchs eigene Fenster zu verändern!

August 2018: Tipps und Tricks in der Kalligraphie

Dieser Beitrag sammelt einfach mal ein paar wichtige,  praktische und nützliche Tipps für die Kalligraphie.
Meine wichtigsten Vorgaben sind diese:

  • nimm dir Zeit, schönes Schreiben geht nicht schnell, mach es dir bequem.
  • sorge für einen gleichbleibenden Arbeitsplatz, hell, ruhig und geräumig soll er sein, und immer bereit für dich.
  • nutze gutes Werkzeug: antike Schreibfedern sind oft um etliches besser als heutige Ware. Pinsel dürfen nicht haaren. Tinte und Tusche aus dem Fachgeschäft.
  • sorge für gute Beleuchtung, für Rechthänder kommt sie am besten von links, damit die Hand keinen Schatten wirft. Tageslicht ist am schönsten, es gibt auch Tageslichtlampen, das ist gesünder für den Körper.
  • wasche deine Hände, damit sie sauber und fettfrei sind.
  • lege dir ein Polster unter dein Schreibpapier, ein paar Blatt Zeitung reichen.
  • ein vernünftiger Stuhl  und aufrechtes Sitzen lassen den Rücken länger durchhalten.
  • schreib so oft du kannst, und wenn es nur der Einkaufszettel ist.
  • begib dich unter andere Schreibbegeisterte! Die besten Anstöße bekommt man von Gleichgesinnten. Wenn die Zeit fehlt, suche dich durch Youtube nach Videos, die das Schreiben vorführen.
  • ein Schreibpult kann man sich relativ leicht selber bauen. Wenn man eine Glasplatte einlässt, kann man das Schreibblatt sogar von unten durchleuchten und eine Vorzeichnung sehr leicht übertragen. Zudem kann man viele praktische Aufbewahrungsbehälter und Hilfsmittel montieren.
    Ob man lieber auf dem Tisch schreibt oder auf einer (mehr oder weniger flach) geschrägten Fläche ist eigentlich Geschmackssache. Nur beim Schreiben mit der Gänsefeder braucht man ein steil geneigtes Schreibpult.

Juli 2018: Lieblingspapiere für die Kalligraphie…

Das Papier ist der Fußboden unserer Schrift. Er kann eben und holprig sein, glatt oder rauh, und wie er auf unsere Schreibwerkzeuge und Schreibflüssigkeiten reagiert, ist oft ebenso unvorhersehbar wie das Wetter. Allgemein gilt: glatte Papiere sind gut geleimt und bieten in der Regel faserfreie Schriftzüge. Im Moment verwende ich für alle Zwecke, wo weißes Papier gefragt ist, das Color Copy Papier von Papyrus. Mit 120 Gramm pro Quadratmeter ist es noch flexibel und nicht zu schwer, aber etwas dicker als normales Kopierpapier mit 90 g/m². Wer farbigen Untergrund benötigt, nimmt die Rainbow-Serie.

Für viele praktische Zwecke, die robusteres Papier erfordern, ist das Pergamentimitat oder „Elefantenhaut“ genannte Material auf Papierbasis mit der typischen Äderung eines Naturpergaments die erste Wahl. Es ist besonders stabil, kratz- und scheuerfest, in Maßen abwaschbar und erstaunlich schmutzunempfindlich. Die gängigsten Farben sind weiß, grau und chamois, in der Regel genügen 90 Gramm Papiergewicht.

Für Skizzen und Entwürfe reicht ein karierter Schreibblock mit glatter Oberfläche.

 

 

Januar 2016: Neue Federschreiber mit Fasan- und Pfauenfedern

Neue Federschreiber und FederhalterständerDas Jahr hat kreativ begonnen. Nachdem ich mich länger schon über die Qualität mancher Kalligraphie-Werkzeuge geärgert habe war es jetzt soweit, eigene Schreiber herzustellen. Der Anfang ist gemacht. Hier seht ihr das erste Sortiment aus Fasan, Silberfasan und Pfau. Mit Messing und Bambus verarbeitet, mit einer Allround-Globusaufnahme für jedwede gängige Stahlfeder.

Das alles sind noch Prototypen. Der Bambus ist wunderbar glatt, das Griffstück passt sich bestens an die Messingaufnahme an. Aber wir experimentieren noch mit Zeder und Nussbaum als Schaft.

Rechts im Bild ein weiterer Prototyp, ein Federhalterständer. Federhalter-Ablage für maximal fünf Federhalter, nach einem Jugendstil-Original aus Zinn nachgearbeitet. Verbindung aus Messingrohr, mit Hutmuttern verschraubt. Stabil, praktisch und wunderschön!
Ich arbeite seit Jahren mit dem Original, das ich vor Jahren mal zufällig ergattert habe. Jetzt endlich habe ich den Handwerkergott gefunden, der ihn nachbaut.

Auf dem nächsten Markt (ich hoffe beim Mystica Hamelon) sind diese neuen Schmuckstücke schon dabei. In absehbarer Zeit soll es aber auch (endlich) einen vernünftigen Shop geben.